Was sind lebenswerte Straßen?

Straßen und die Städte, in denen Sie sich befinden, sind ständig im Wandel. Während in den vergangenen Jahrzehnten ein Fokus auf der autogerechten Stadt lag, werden Straßen zunehmend nicht mehr nur als Verkehrswege betrachtet und an die unterschiedlichen Bedürfnisse von Anwohner*innen und Passant*innen angepasst. 

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Wir verstehen die lebenswerte Straße als einen Raum, bei dem die Themen Verkehrswende, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität integriert miteinander gedacht werden. Damit dies gelingt, gilt es vier Prämissen zu beachten.

  • Straße als öffentlicher Raum: Straßen besitzen viele verschiedene Funktionen. Sie sind z.B. Treffpunkt für Nachbar*innen, Verkehrsraum zur Fortbewegung oder auch Räume, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern (z.B. Schwammstadtkonzept). Die Nutzungen sind abzuwägen
  • Straße für Menschen: Menschen verschiedener Altersgruppen sollen sich im Straßenraum sicher und komfortabel bewegen können – von kleinen Kindern bis hin zu Rentner*innen.
  • Straße als Ökosystem: Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten trägt zum Artenschutz bei und verbessert die Luftqualität vor Ort. Zusätzlich wird durch kühlenden Schatten im Sommer auch Hitze gemindert. Straßen sollen außerdem nicht nach dem Prinzip des „Survival of the fittest“ (Überleben des Stärkeren) funktionieren, sondern – nach dem Vorbild funktionierender Ökosysteme – ein nebeneinander verschiedener (Fortbewegungs-)Arten gewährleisten.
  • Straße als Energieproduzent: Straßenraum kann z. B. durch die Integration von Solarzellen zur Energieproduktion beitragen. Gleichzeitig kann die Energieeffizienz durch Maßnahmen wie eine bessere Dämmung von Gebäuden gesteigert werden.
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Detailliertere Informationen hierzu findest Du im Wuppertal Report „Lebenswerte Straße in resilienten urbanen Quartieren“.

Hier findest du auch noch andere Projekte, die aus unserer Sicht bereits heute viele Elemente einer lebenswerten Straße addressieren.